Aus dem Land der Dichter und Denker wurde ein Land der Schulversuche und Förderklassen

von Klaus S. Jessenitschnig
Servus in den Trümmern einer einst glanzvollen Bildungskultur. Wo früher Denker wie Kant, Goethe, Schiller, Mozart, Beethoven, Einstein, Planck, Heisenberg oder Unternehmer-Titanen wie Siemens, Bosch und Porsche den Ton angaben, herrscht heute oft nur noch intellektueller Notstand und sprachliches Chaos. Der deutschsprachige Raum, einst Bildungshochburg und Heimat von unzähligen Nobelpreisträgern (Deutschland allein über 80 in den Naturwissenschaften, dazu Österreicher wie Bertha von Suttner, Julius Wagner-Jauregg, Erwin Schrödinger, Friedrich August von Hayek und viele mehr…) und Weltveränderern, verblödet sichtbar.
Nur zur Erinnerung: PISA 2022 zeigt Deutschland bei 475 Punkten in Mathematik, Österreich bei 491 – Tiefststände seit Messbeginn 2000. (Die IGM-Zeitschrift Muttersprache berichtetet in der Ausgabe 01/2026 ausführlich über erschütternde Bildungsstandards heimischer Volksschüler) Diese Misere ist kein Schicksal, sondern Ergebnis jahrzehntelanger ideologisierter Politik und der Massenmigration, die Schulen völlig überfordert. Wer das ausspricht, gilt schnell als „rechtsextrem“, doch sprechen die Fakten eine deutliche, eine unerbittliche Sprache.
Chaos im Klassenzimmer: Integrationsbiotop statt Leistungs- und Bildungsstätte
In Wien ist an öffentlichen Mittelschulen fast jeder zweite Schüler Muslim (49,4%). Österreichweit liegt der Anteil nichtdeutscher Erstsprachler bei über 42% der Volksschüler. In St. Pölten braucht jeder sechste Volksschüler Deutschförderung. In manchen Wiener Brennpunktschulen übersteigt der Migrationshintergrund 98%.
Die Gymnasialprofessorin (Italienisch und Geschichte) und Europaabgeordnete Mag. Elisabeth Dieringer (FPÖ) beschreibt in Interviews und Beiträgen das tägliche Chaos treffend: Vandalismus, Diebstahl, Jugendamt und Polizei im Klassenzimmer. Ein einzelner Schüler ohne ausreichende Deutschkenntnisse, aber mit einem mit unseren sozialen Normen inkompatiblen Habitus reißt die ganze Klasse mit nach unten. 36% der sprachschwachen Volksschüler sind bereits eingebürgerte „Österreicher“. Das ist keine Integration, das ist Nivellierung nach unten – auf Kosten der autochthonen Kinder, die früher in einem geordneten System lernen konnten. Österreichs Schulen sind zu Integrationslagern geworden – einst waren Schulen Bildungs- und Leistungsstätten und Lehrer sind heutzutage Sozialarbeiter. Das nur logische Ergebnis: Pflichtschulabgänger, die kaum sinnerfassend lesen können und Grundrechenarten ohne Smartphone nicht beherrschen. Betriebe klagen lautstark über „unbrauchbare“ Schulabgänger als Lehrlinge. Diese bildungspolitische Misswirtschaft macht uns arm – der Fachkräftemangel ist also durchaus hausgemacht.
Immerwährende Schulversuche, oder die Reformitis der Unfähigen
Seit die 68er-Generation ihren Marsch durch die Institutionen antrat, wurde Bildung zum Spielfeld linker Gesellschaftsexperimente. „Schulversuch“ heißt das Zauberwort seit den 1980ern. Jeder Bildungspolitiker – ob in Berlin, Wien oder Bern – scheint seinen Markierungsdrang ausleben zu müssen. – Wie ein streunender Rüde an jedem Baum oder Laternenpfahl.
Das Bildungssystem wurde so oft „verbessert“, bis nichts mehr funktionierte oder passte.
In Österreich begegnet Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) diesem Erbe mit Plänen, die völlig an den Problemen vorbeigehen: Der Lehrermangel bleibt akut, trotz vollmundiger Ankündigungen. In Wien fehlten zeitweise Tausende Stellen. Gleichzeitig bleiben ideologische Projekte wie „Maturieren in Feminismus“ in Innsbruck oder die berüchtigten Antifa-Seminare in der ÖH unberührt und mit Steuereuros und Zwangsbeiträgen weiterhin finanziert. Ein Mädchen, das sich als Katze fühlte, zwang eine Lehrerin zur Akzeptanz dieses Nonsens – Realitätssatire pur.
Wirtschaftliche Konsequenzen: Dummheit macht arm
Die Folgen sind jetzt schon messbar. Betriebe verzweifeln an Lehrlingen, die weder lesen noch rechnen können. Man verzichtet nach und nach auf die Lehrlingsausbildung im eigenen Betrieb und erspart sich diesen Jammer. Dieser logisch daraus folgende Lehrlingsmangel verstärkt den Fachkräftemangel. Deutschland und Österreich verlieren im globalen Wettbewerb gegen Asien und Nordamerika. Statt Titanen des Geistes produzieren wir Abhängige von Algorithmen und Sozialsystemen. Es reicht. Statt weiterer „Schulversuche“, Gender-Seminare und offener Grenzen braucht es: klare Leistungsstandards, Deutsch als unbedingte Voraussetzung, Begrenzung der Zuwanderung, Remigration wo nur irgendwie möglich, Entideologisierung des Schulbetriebs und echte Pädagogen statt Aktivisten. Die 68er-Experimente haben versagt und unbeschreiblichen Schaden angerichtet. Ein Kulturraum, der seine eigenen Kinder nicht mehr bilden kann, verliert seine Zukunft.
Die Daten lügen nicht. Die Klassenzimmer zeigen es täglich. Wer jetzt nicht handelt, verrät die nächste Generation. Längst ist es Zeit für eine radikale Wende – bevor aus dem einstigen Land der Dichter und Denker endgültig das Land der Übersetzer und Förderklassen wird.
Klaus S. Jessenitschnig ist Autor, Freund und Mitglied der IG-Muttersprache sowie Chefredakteur der Internettplattform Gazette Oesterreich
















