Ermutigung zur Muttersprache in der Forschung

Ermutigung zur Muttersprache in der Forschung

Im September 2024 tagten die Forschungsminister der G20-Staaten in Manaus/Brasilien. Eine gemeinsame Abschlusserklärung enthält auch zwei wichtige sprachpolitische Empfehlungen für den Wissenschaftsbetrieb:

  • 1.) die Empfehlung „Ermutigung zur Verwendung von Muttersprachen in der Wissenschaft und Gewährleistung des Zugangs für Menschen mit Behinderungen.“
  • 2.) die Empfehlung „Erleichterung der Verbreitung von Wissenschaft in allen Sprachen.“

Die Erklärung wurde gemeinsam von Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei und den USA sowie der Afrikanischen und der Europäischen Union unterzeichnet.

Für den internationalen wissenschaftlichen Austausch leistet das Englische unschätzbare Dienste. Das darf jedoch nicht bedeuten, dass im internen Wissenschaftsbetrieb die jeweiligen Muttersprachen aus ihren Sprachräumen verdrängt werden“, meint dazu etwa der Arbeitskreis Deutsch als Wissenschaftssprache (ADAWiS) mit Sitz in Berlin.